Josis erster Besuch auf der #dmexco2016

von Josina Hüsemann / 15. September 2016
Josis erster Besuch auf der #dmexco2016

Am 14. und 15. September drehte sich auf der dmxeco alles um die Zukunft der globalen digitalen Marketingwirtschaft. Hier trafen sich sowohl die führenden Köpfe der Branche als auch die, die es werden wollen. Bei mir dreht sich auch alles, also genau der richtige Ort für eine neue Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation der Aclewe Werbeagentur Köln. Von Neugier, Wissensdurst und guter Laune getrieben, wollte ich wissen, was die neuesten Trends im digitalen Marketing sind. Und was die nächsten Jahre in meinem neuen Job auf mich zukommt. 

Eingangs überreichte man mir den „dmexco Guide“. Für mich so etwas wie der Heiliger Gral: der kleiner Guide in meiner Hand ermöglichte es mir, mich auf dieser mega Messe zurecht zu finden. Denn der erste Eindruck bestätigte sofort, dass die dmexco wirklich DIE zentrale Business- und Innovationsplattform der weltweiten digitalen Wirtschaft zu sein scheint. Es war voll, es war laut und es war heiß. Und wirklich alle waren in geschäftiger Bewegung. Kein Wunder bei über 50.000 Besuchern, mehr als 1.000 Ausstellern und 570 Speakern. Seit dem ersten Event 2009 wohl neuer Rekord. Zum Glück hatte ich meinen heiligen Gral. 

Dann erstmal zu den Großen. Die Fachmesse bietet den Riesen der Branche wie Google, Facebook, Amazon oder Spotify und jungen Start-Ups eine gemeinsame Plattform. Zum einen, um sich zu präsentieren und natürlich um „Business zu machen“. Zum anderen, um neue Entwicklungen im Digital-Business zu verfolgen und sich ganz oldshool „offline“ auszutauschen. Besonders spannend war es zu sehen, wie sich Größe und Bekanntheit eines Unternehmens über den Messestand wiederspiegeln. Getreu dem Motto: „the bigger the better“.

Der Messestand eines Suchmaschinenanbieters aus dem kalifornischen Mountain View.

Big, bigger und Big Data galt auch beim Programm: Ich fühlte mich fast schon erschlagen von der Auswahl und wusste gar nicht so recht, welcher Stand, welche Konferenz oder welcher Vortrag jetzt der beste und interessanteste ist. Und vor allem, wo ich als Marketing-Greenhorn im Business nicht komplett überfordert bin. Begriffe wie „digitale Transformation“ oder „Digitalisierung“ sind einer studierten Soziologien natürlich auch nicht fremd – allerdings ermöglichte mir die dmexco einen vollkommen anderen Blickwinkel, nämlich welche Prozesse und vor allem wie viel Arbeit dahinterstecken.

... is evertything. Not every thing is ...

Das Motto "Digital is everything – not every thing is digital" der diesjährigen dmexco betonte, dass die Digitalisierung nahezu jeden Bereich der Wirtschaft und unseres täglichen Lebens erreicht hat – sei es die Kommunikation, die Arbeit oder unsere Freizeit. Smartphones und Tablets gehören zu unserem (Arbeits-)Alltag dazu und entsprechende Entwicklungen müssen von Unternehmen bewerkstelligt werden. Nichtsdestotrotz sollen und können persönliche Erlebnisse, Kontakte und Erfahrungen aber nicht durch Digitales ersetzt werden. Und wie die Symbiose von „online“ und „offline“ aussehen kann, welche Ideen, Impulse und Visionen das digitale Business von heute und morgen gestalten – all das waren die Themen der dmexco. Große Fragen. Viele Antworten. Und definitiv zu wenig Zeit. Darum empfehlen ich allen, die wie ich nur einen Tag da waren oder denjenigen, die nicht vor Ort sein konnte, ausgewählte Vorträge auf dem YouTube Kanal der dmexco anzuschauen. Es lohnt sich!


Zum Kanal der dmexco

Social Media Seminar mit echter Relevanz.

Denn im Hinblick auf manche Konferenzen und Workshops wäre die Online-Variante definitiv die bessere Wahl gewesen: Mein Besuch des Seminars „Social Media ist überall, Relevanz aber nicht“ wäre fast an dem Andrang der Besucher gescheitert. Ein Drittel der Interessierten saß bereits auf dem Boden, vor dem Saal hieß es: Einlasstopp wegen Überfüllung. Bei soviel Relevanz gab ich nicht auf. Und siehe da, meine Hartnäckigkeit wurde mit nachträglichem Einlass belohnt. I like! Nachher war ich schlauer. Content darf nicht über generische Botschaften auf Zielgruppen einprasseln, sondern muss individuell auf die Zielgruppe abgestimmt sein, z.B. im mobilen Web über persönlich auf den Anwender zugeschnittene Feeds. Dank Big Data und das verdichtete Wissen über die Bedürfnisse des Einzelnen lassen sich Botschaften unterschiedlich und passgenauer erzählen. So entsteht Ultrarelevanz. Und wenn dann noch der Mediaeinsatz stimmt, können Massen wie früher im TV erreicht werden. Okay, das klingt spannend und ist für meine zukünftige Arbeit wirklich relevant ... 

Fazit: Mein erster Besuch war definitiv eine kleine Herausforderung, ich musste mich zunächst im Dschungel des Digital Business zurechtfinden (...nochmals danke kleiner Gral).

Es gab viele gute Keynotes, Seminare und Konferenzen, zwischen denen ich mich entscheiden musste. Alles in allem gute Eindrücke und neue Ideen. Vor mir liegt eine Welt, in die ich definitiv tiefer eintauchen möchte. Das Gute: damit kann ich sofort in meiner Ausbildung bei Aclewe beginnen. Denn die spannenden Digitalprojekte, die schon heute auf meinem Tisch liegen, werden meinen Horizont erweitern. In einem Jahr, zur dmexco 2017, wird die Welt des digitalen Marketings, genau wie mein fachliches Know-how, das nächste Level erreichen. Das ist mal #fakt und #myreality bzw. #virtualreality.


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