Ein-fache Feiertage: Rezepte für einen Teller.
Die Weihnachtszeit muss nicht kompliziert werden. Wie so oft lohnt es sich, auf die einfachen Dinge zu setzen: geradlinige Menüs für eine Person, wohltuende Ruhe, Alles-in-einem-Rezepte, Zeit für sich selbst, inspirierende Musik. Und, klar, einen großen Löffel.
Pflegt die Beziehung zu euch selbst und probiert unsere Weihnachten-for-One-Ideen aus. Die Rezepte findet ihr hier im PDF.
An apple a day … schon zum Frühstück: Bratapfelporridge.
Wer schon morgens mit einer großen Portion Feiertagsstimmung starten will, ist mit diesem Bratapfelporridge gut beraten.
Pias Tipp: dazu passende Bratapfelmarmelade.
Man kennt's: Beim Einkauf tummeln sich plötzlich verdächtig viele Äpfel im Einkaufswagen (und in der Obstschale). Für alle, die noch mehr Äpfel verwerten wollen, empfehle ich diese Marmelade – ergibt ca. 1 Liter. Ihr braucht: 1 kg Äpfel (alle Sorten, geschält und gewürfelt), 100 g gehobelte Mandeln, 200 g Rosinen, 1 TL Butter oder Margarine, 2 TL Zimt, 1 EL Zucker, 500 ml Wasser, 500 g Gelierzucker 3:1 und 7 oder 8 sterilisierte Schraubgläser. Erhitzt Zucker und Butter in einer Pfanne, röstet die Mandeln darin an und lasst das Ganze abkühlen. In einer anderen Pfanne bratet ihr die Äpfel mit Zimt für ca. 15 Minuten an, löscht sie dann mit dem Wasser ab. Ist alles abgekühlt, rührt ihr den Gelierzucker unter, dazu die Rosinen und die Mandeln. Alles zusammen muss dann 5 Minuten lang sprudelnd kochen. Dann könnt ihr alles in die Schraubgläser umfüllen. Die Marmelade schmeckt zu Haferflocken, Grießbrei, Milchreis und auf Brot!
One pot, all happy: Vegane Minestrone mit Fenchel.
Im Winter darf eine wärmende Suppe nicht fehlen. Diese Minestrone packt geballte Gemüse-Power in nur einen Topf. Wir empfehlen das Vorkochen – dieses Rezept ergibt 4 Portionen.
Und wenn was übrigbleibt? Heikes Tipp: Furoshiki!
Für eine Person zu kochen, ist gar nicht so leicht – und manchmal auch nicht so befriedigend. Aber was tun, wenn man nicht eine, sondern fünf Portionen gezaubert hat? Morgen nochmal essen, einfrieren oder an liebe Leute verschenken! Besonders stilvoll geht das mit Furoshiki, einem japanischen Baumwolltuch, das als Verpackung und Dekoration zugleich dient. Als Texterin und Konzepterin weiß ich: Nicht nur das Gesagte zählt, sondern auch die Art und Weise. Gilt auch für Mitbringsel. Schließlich will niemand eine olle Tupper sehen.
Darf’s sprudeln? Christians Tipp: Alkoholfreier Cidre.
Ich kenne mich nicht nur bestens mit Gestaltung jeder Couleur aus – sondern auch mit abendbegleitenden Kaltgetränken. Ein besonderes Schmankerl ist dieser alkoholfreie Cidre. Ja, das Aclewe A-Team liebt den Apfel. Nein, alkoholfreier Cidre ist keine Apfelschorle. Ja, wir lassen gern mit euch die Gläser klirren.
Beilage und Hauptgericht in einem: Cottage Pie.
Besonders minimalistisch kommt dieser Pie daher: Unter einer locker-knusprigen Kartoffelpüreehaube versteckt sich eine (vegane oder tierische) Hackfleischfüllung. Zwei Genüsse für eine Klappe!
Jules‘ Tipp: Ästhetik im Auflauf.
Das Auge isst immer mit. Gilt auch für diesen Pie! Deshalb ziehe ich mit einer Gabel Muster in die Püreekruste. Als Senior Designerin kann ich da nicht widerstehen. Wie oft holt man schon einen Weihnachtsbaum aus dem Ofen?
Und Erics Getränketipp: der passende Rotwein.
Zu einem waschechten Festtagsdinner gehört ein Wein. Diesen 2022er Orion Primitivo habe ich nicht nur beim diesjährigen Aclewe Sommerausflug kredenzt; er ergänzt auch diesen Pie perfekt. Ich will schließlich antizipieren, was Gäst*innen wollen. Cin cin!
Decisions, decisions: Apfel-Orangen-(Eis-)Tee!
Bei all dem Kochen wird’s schnell zu heiß. Abkühlung verspricht dieser schnelle Weihnachtsdrink. Kann man warm, aber auch warm trinken. The choice is yours.
Alis Tipp: Orangen dürfen auch wieder hängen ...
… und zwar scheibenweise als Girlande. Riecht sogar noch besser als sie aussieht. Einfach 2 Orangen in Scheiben schneiden; Geduldige legen sie dann für mehrere Tage auf die aufgedrehte Heizung und genießen den Duft, für schnellere Ergebnisse kommen sie bei 90 Grad Ober-/Unterhitze für ungefähr 4 Stunden in den Ofen (stündlich wenden nicht vergessen!). Außerdem solltet ihr einen Holzlöffel in die Ofentür stecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zum Glück habt ihr ja einen zur Hand! Die getrockneten Scheiben fädelt ihr dann einfach auf Samtband auf und trennt sie mit Holzperlen. Fertig!
Extramodern und doch traditionell: die Christmas Bowl.
Was passiert, wenn sich klassische Weihnachtszutaten in ein zeitgemäßes Kleid werfen? Sie finden sich in einer Bowl wieder. Quinoa-Falafel-Balls, Maronenpaste, Rotkohl und Rosenkohl interpretieren die Feiertage noch mal neu. Schmeckt sowohl allein als auch zu mehreren gut – denn diese Schüssel will man direkt auch mit anderen teilen oder selbst direkt mehrere Portionen essen. Deshalb hier das Rezept für drei Portionen.
Annes Tipp: Schönes Brot schmeckt doppelt gut!
An den Feiertagen darf’s auch mal besonders werden. Die Focaccia wird ausnahmsweise nicht einfach mit Gemüse bestückt, sondern ganz bedächtig dekoriert. So werden aus ein paar Halmen Schnittlauch und Basilikumblättern Blumenstiele – und obendrauf kommt kein Tulpenkopf, sondern eine halbierte rote Zwiebel. Holt euch Kunst auf den Tisch, auch für euch allein!
Achtung, Familienrezept: Der Gewürzkuchen von Kristins Oma.
Es kommt nicht oft vor, dass wir Geheimnisse lüften. Aber bei diesem Gewürzkuchen macht unsere Office Managerin und Allgemeinheldin Kristin eine Ausnahme. Großes Können, großes Herz, großer Genuss!
Christians Musiktipp: auf Jazz setzen.
Mir wird nachgesagt, ich sei die Ruhe selbst. Als Controller ist das natürlich besonders gut. Und wie ich selbst im Feiertagsstress ruhig bleibe? Mit Jazz auf den Ohren. Wenn ich ganz allein bin, auch voll aufgedreht. So viel dann zur Ruhe …
Und was, wenn man zu viele Löffel hat? Nicola weiß Rat!
Wenn sich bei uns zu Hause zu viele alte Holzlöffel angesammelt haben, die nicht mehr ganz in Form sind, basteln wir daraus kostümierte Weihnachtslöffel – unsere Favoriten sind Weihnachtselfen und Rentiere. Einfach Löffel je nach Kostüm anmalen, Wackelaugen draufkleben, aus Pfeifenreinigern Ohren und Hüte basteln und aufkleben. Es weihnachtet sehr!